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Materialbibliothek · Ratgeber

Ratgeber Stoffgewicht und GSM

GSM (Gramm pro Quadratmeter) ist das Gewicht eines Quadratmeters Stoff. Der Wert eignet sich, um ähnliche Stoffe zu vergleichen und eine genaue Spezifikation zu formulieren, sagt aber allein nichts darüber aus, wie warm, dehnbar oder atmungsaktiv ein Stoff ist. Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie GSM bei Sturmhauben, Mützen, Schals, Socken und Skibekleidung einordnen.

Aktualisiert am

Blaue und grüne Stoffrollen, in Reihen gestapelt
  • 50 Stk.Mindestbestellmenge
  • 14 TageStandardlieferzeit
  • OEKO-TEX®Stoffe aus zertifizierten Betrieben
  • ISO 9001Zertifiziert (Eco Jersey Limited)
  • SedexMitglied (Eco Jersey Limited)

Grundlagen

Was GSM misst

Der Stoffhersteller schneidet eine genormte Probe aus dem Stoff, oft eine Ronde von 100 cm², wiegt sie und rechnet das Ergebnis auf einen Quadratmeter hoch. Ein Stoff mit 200 GSM wiegt 200 Gramm pro Quadratmeter. In manchen Märkten wird das Stoffgewicht in Unzen pro Quadratyard angegeben: 1 oz/yd² entspricht etwa 34 GSM.

  • Vergleicht Gleiches mit Gleichem

    Von zwei Baumwoll-Jerseys ist der schwerere meist dicker, blickdichter und strapazierfähiger.

  • Legt eine Spezifikation fest

    Ein Ziel-GSM mit vereinbarter Toleranz ermöglicht es Ihnen, denselben Stoff nachzubestellen und zu prüfen, ob die Serienproduktion dem freigegebenen Muster entspricht.

  • Kein Maß für Wärme

    Die Wärme hängt davon ab, wie viel ruhende Luft ein Stoff hält – und das ergibt sich ebenso aus Konstruktion, Faser und Ausrüstung wie aus dem Gewicht.

Warum GSM nicht ausreicht

Warum sich zwei Stoffe mit gleichem GSM unterschiedlich verhalten

Diese Faktoren verändern Wärme, Dehnung und Griff bei gleichem Gewicht.

FaktorWas er verändertBeispiel
KonstruktionWie viel Luft der Stoff einschließt und wie er sich dehntEin angerautes Fleece fühlt sich deutlich wärmer an als ein glatter Jersey mit ähnlichem Gewicht, weil sein Flor Luft hält.
FaserFeuchtigkeitsmanagement, Wärme im feuchten Zustand, TrocknungszeitMerino bleibt auch feucht warm; Baumwolle mit gleichem Gewicht fühlt sich nass kalt an.
Anrauen und AusrüstungBauschkraft, Weichheit, IsolierungEine angeraute Jersey-Rückseite bringt Wärme, ohne viel Gewicht hinzuzufügen.
MaschendichteWindschutz, Blickdichte, HaltbarkeitEin dichter Interlock hält mehr Wind ab als ein offenes Mesh, selbst wenn das Mesh dicker ist.
ElasthanDehnung und Rücksprung, PassformEin Stretch-Jersey liegt eng am Gesicht an und hält die warme Luft nah am Körper; ein lockerer Stoff lässt sie entweichen.
LagenGesamtwärme und WindschutzEin dünner Baselayer unter einem Softshell kann wärmer sein als ein einzelner schwerer Stoff.

Gewichtsklassen

Leicht, mittel und schwer

Die Bibliothek verwendet drei grobe Klassen. Bei Maschenstoffen für Bekleidung entsprechen sie ungefähr den unten genannten Bereichen. Sie beschreiben, wie sich ein Stoff im Gebrauch verhält; ein Stoff nahe einer Grenze kann daher in beide Klassen fallen, und es gibt keine feste Regel wie „180 GSM für den Sommer, 300 GSM für den Winter“.

  • Leicht: unter etwa 160 GSM

    Dünn, kühl und schnell trocknend. Liner, Sommer-Sturmhauben, Sportkappen und Baselayer.

  • Mittel: etwa 160 bis 260 GSM

    Der Allround-Bereich. Die meisten Sturmhauben, Halswärmer und Stretch-Jerseys sowie Fleece mit kurzem Flor.

  • Schwer: über etwa 260 GSM

    Dicke Strickstoffe, bauschiges Fleece und gebondete Stoffe für kalte, exponierte Bedingungen.

Nach Produkt

Welche Rolle das Gewicht bei jedem Produkt spielt

GSM ist bei Stoffen für die Konfektion (Zuschnitt und Nähen) zentral und bei formgestrickten Produkten weniger aussagekräftig.

ProduktWas Sie angeben solltenWarum
SturmhaubenStoffart und GSM, Dehnung, eventuelle Mesh- oder Fleece-EinsätzePassform und Atmungsaktivität im Mundbereich sind ebenso wichtig wie Wärme.
MützenGarn, Strickart, Feinheit (Gauge), ein- oder doppellagigMützen werden formgestrickt, daher bestimmen Garn und Feinheit die Dicke; GSM wird selten angegeben.
SchalsFaser, Strick oder Gewebe, Gewicht oder GarnBei Schals stehen Wärme und Fall im Zielkonflikt; ein leichteres Gewicht fällt besser.
SockenGarnmischung, Nadelzahl, gepolsterte ZonenSocken werden formgestrickt; Frottee-Polsterung macht sie nur dort dicker, wo es nötig ist.
SkibekleidungJede Lage: Baselayer, Midlayer, AußenlageDie Lagen werden nach ihrer Aufgabe gewählt; Außenstoffe werden zusätzlich nach ihrer Wind- und Wasserbeständigkeit bewertet.
Kappen und HüteStoffart (Twill, Mesh, Jersey) und AufbauKronenform und Steifigkeit ergeben sich eher aus dem Stoff und seiner Verstärkung als aus dem Gewicht.

Echte Beispiele

Stoffgewichte in unseren veröffentlichten Projekten

Die in unseren Portfolio-Projekten erfassten Gewichte, mit der Stoffbezeichnung wie im jeweiligen Projekt. Sie zeigen, was bei diesen Aufträgen verwendet wurde, und sind keine Liste von Lagerstoffen.

Stoffgewichte aus veröffentlichten Projekten von Mr Balaclava
GSMStoff laut ProjektangabenProjekt
150Nylon Lycra – 150 GSMProjekt: Streetwear-Camo-Sturmhaube mit Grafikdetails
240Dry-Fit-Lycra 240 g/m² + 3D-MeshProjekt: Sturmhaube mit abnehmbarem Magnetteil und 3D-Mesh
260Merinowolle 260 g/m²Projekt: Sturmhaube aus Merinowolle
320Strickstoff 320 g/m²Projekt: Individuelle Strick-Sturmhaube mit 3 Öffnungen

In Ihrem Briefing

So geben Sie das Stoffgewicht an

Vier Schritte zu einem Stoff, den Sie nachbestellen und prüfen können.

  1. Vom Einsatz ausgehen

    Sagen Sie uns, wo und wann das Produkt getragen wird. Wir schlagen passende Stoffarten und Gewichte vor.

  2. Zielwert festlegen

    Nennen Sie ein Ziel-GSM oder einen Bereich und fragen Sie, welche Toleranz für den Stoff gilt.

  3. Muster freigeben

    Das freigegebene Muster und das Tech Pack halten Stoff, Gewicht und Farbe fest.

  4. Identisch nachbestellen

    Nachbestellungen basieren auf der freigegebenen Spezifikation, sodass der Stoff von Auftrag zu Auftrag gleich bleibt.

FAQ

Stoffgewicht: häufige Fragen

Ist ein höheres GSM immer wärmer?

Nein. Bei ähnlichen Stoffen ist der schwerere meist wärmer, aber ein leichteres angerautes Fleece kann wärmer sein als ein schwererer glatter Jersey. Konstruktion, Faser und Passform zählen ebenso wie das Gewicht.

Welches GSM hat der Stoff einer Sturmhaube?

Das hängt vom Stoff und vom Einsatz ab. In unseren veröffentlichten Projekten wurde unser SHY-Stretch-Jersey (88 % Polyester, 12 % Spandex) mit 220 bis 260 GSM für Sturmhauben und Halswärmer verwendet, eine sublimierte Gesichtsmaske mit einem Stretchstoff von 180 GSM, eine Merino-Sturmhaube mit 260 GSM und gestrickte Sturmhauben mit 320 und 360 GSM. Die Tabelle oben führt jedes Projekt auf.

Warum nennen die Stoffdatenblätter kein GSM?

Die Gewichte variieren je nach Hersteller und Auftrag, daher bestätigen wir das genaue GSM mit Ihrem Angebot. Ein Datenblatt nennt ein GSM, sobald es als Standardspezifikation bestätigt ist.

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